29.01.2013, 16:15 Uhr
Niederländer verkaufen Sparte an Funai
Philips: Keine Unterhaltungselektronik mehr

Von Rainer Schuldt

Bei Philips endet eine Ära: Die Niederländer steigen aus dem Geschäft mit der Unterhaltungselektronik aus. Die Marke soll es dennoch weiter geben.

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Philips gibt seine UE-Sparte an Funai ab.
Wie das Unternehmen mitteilt, gibt man das seit Längerem schwächelnde Geschäft mit Unterhaltungselektronik an Funai ab. Der japanische Partner zahlt 150 Millionen Euro plus Lizenzgebühren. Die Marke Philips soll bestehen bleiben. Laut Philips-Chef Frans van Houten sieht der Konzern seine Zukunft vor allem in den Bereichen Gesundheitstechnik, Lifestyle und Licht.

Keine Chance gegen Asiaten
In der Unterhaltungselektronik kämpft der Konzern seit geraumer Zeit mit der Konkurrenz aus Asien. Erst Anfang 2012 brachte Philips das Fernsehgeschäft in ein Joint Venture mit dem langjährigen chinesischen Partner TPV Technology ein. Der jetzige Verkauf der übrigen Unterhaltungselektronik (Kopfhörer, Lautsprecher, MP3- und DVD-Player) kommt nicht überraschend. Schon vergangenen Sommer kündigte van Houten an, verschiedene Geschäftsmodelle für die Sparte zu prüfen.
Mit dem Verkauf endet eine Ära bei den Niederländern. Seit den 1920er-Jahren gehörte Unterhaltungselektronik fest zum Portfolio des 1891 gegründeten Unternehmens. Radio, Fernseher, die Compact-Cassette, CD, DVD – alles Entwicklungen, die Philips mitgeprägt hat.